Die W8.20 FineCut von WEIMA ist ein industrieller Zerkleinerer für die Nachzerkleinerung voraufbereiteter Abfälle und richtet sich an Recyclingunternehmen sowie Hersteller von Ersatzbrennstoffen mit steigenden Durchsatzanforderungen. Innerhalb der FineCut-Serie positioniert sich das Modell zwischen kompakter Feinzerkleinerung und leistungsstärkerer Großanlage und wird häufig als universelle Lösung für kontinuierliche Recyclingprozesse eingesetzt. Der Shredder verarbeitet vorzerkleinerte Abfallfraktionen zuverlässig und erzeugt gleichmäßige Korngrößen für die Weiterverarbeitung oder energetische Nutzung.
Konstruktive Merkmale wie die stabile Maschinenbasis, eine SPS-gestützte Anpassung der Schneidparameter und wartungsfreundliche Baugruppen erhöhen die Prozesssicherheit im industriellen Betrieb. Die W8.20 FineCut verbindet Wirtschaftlichkeit mit Flexibilität und eignet sich besonders für skalierbare Recyclinglösungen.
Die nachfolgenden Abschnitte geben einen Überblick über Technik, Optionen und Ausstattungsmerkmale.

Reproduzierbare Prozessführung durch Siemens-SPS-Regelung
Die FineCut erzielt hohe Prozessstabilität und konfigurierte Durchsatzleistung durch eine Siemens-S7-Steuerung mit Touch-Display und parametrierbarer Regelung von Rotordrehzahl und Schiebertakt. Diese technische Umsetzung erlaubt die schnelle Anpassung an unterschiedliche Materialcharakteristika und reduziert Ausschuss sowie Schwankungen im Zerkleinerungsprozess.

Gleichmäßige Feinfraktion durch SuperCut-Schnittspaltjustierung
Für definierte Feinfraktionen sorgt ein extern einstellbares Gegenmessersystem, das über ein Schraubsystem justierbar ist und schräg positionierte, schützende Abdeckplatten nutzt. Diese Konstruktion gewährleistet wiederholbar konstante Schnittspalte, verbessert Materialhomogenität und steigert die Qualität des Endprodukts bei nachgelagerten Prozessen wie RDF-Herstellung.

Effiziente Materialbeschickung durch Schwingenschieber
Die lastabhängig gesteuerte Schwingenschieberzuführung bringt das Material zielgerichtet in den Rotorraum, optional mit Nachdrücker und Turbohydraulik zur Erhöhung der Schiebergeschwindigkeit. Diese technische Lösung steigert den effektiven Durchsatz, reduziert Blockaden und optimiert die Energieeffizienz bei variierenden Abfallströmen.

Minimierte Wartung durch automatische Zentralschmierung
Die seitlich am Maschinengestell angeordnete automatische Zentralschmierung versorgt alle relevanten Lagerstellen kontinuierlich mit Fett. Dadurch entfallen manuelle Schmierintervalle und die Häufigkeit ungeplanter Stillstände sinkt, was die Betriebsbereitschaft und Lebensdauer bewegter Komponenten unter industriellen Belastungen erhöht.

Hohe Feinleistung durch FineCut-Rotor mit bis zu sieben Messerreihen
Mit dem charakteristisch designten FineCut Rotor aus Vollmaterial erreichen Sie Korngrößen bis 15 mm bei hohen Drehzahlen von 160 bis 380 UpM. Die Schneidmesser sind mehrfach wendbar. Der Rotor besitzt bis zu sieben Messerreihen, wodurch sich sehr hohe Durchsätze erzielen lassen. Auch hier kommt standardmäßig ein Vautidschutz zum Einsatz. Antriebsseitig ist ein Vielkeilwellenzapfen für einen optimalen Sitz verbaut. Durch den kompakten Einbau ergibt sich zudem viel seitlicher Expansionsraum für das Material. Diese technische Auslegung ermöglicht eine hohe Zerkleinerungsleistung bei gleichzeitiger Reduzierung von Nachbearbeitungsaufwand und Energieverbrauch.

Fester Maschinenstand durch nivellierbare Schwerlastfüße
Nivellierbare Schwerlastfüße an der Grundstruktur stabilisieren die Maschine selbst auf unebenen Untergründen und sorgen für vibrationsarmen Betrieb. Dies reduziert mechanische Belastungen auf Rotor und Lager und trägt zur Prozesssicherheit und langfristigen Maschinenverfügbarkeit bei.

Optimierter Antrieb durch elektromechanische oder High-Torque-Option
Sie haben die Wahl: Unsere FineCut Shredder sind mit einem Hägglunds Hydraulikantrieb, einem High-Torque Antrieb von Baumüller oder einem konventionellen elektromechanischen Antrieb ausstattbar. Welcher der passende ist, entscheidet stets Ihre individuelle Anwendung.

Nahtlose Einbindung in Förder- und Verfahrenslinien
Standardisierte Schnittstellen und eine angehobene Maschinenrahmenhöhe erleichtern die Integration in bestehende Förder- und Verarbeitungslinien. Dies ermöglicht dem Anwender flexible Anlagenkonzepte mit geringer Planungszeit und hoher Linienverfügbarkeit durch einfache mechanische und elektrische Anbindung.

Flexible Korngrößenanpassung durch hydraulisch aufschwenkbaren Siebkorb
Der Anwender profitiert von kurzen Umrüstzeiten bei wechselnden Materialströmen durch einen hydraulisch nach oben aufschwenkbaren Siebkorb. Die aufgeschraubten, verschleißgeschützten Siebsegmente sind schnell wechselbar und ermöglichen in Kombination mit Nachzerkleinerern eine definierte Einstellung der Endkorngröße von 15 – 80 mm. Im industriellen Betrieb erhöht dies die Anlagenflexibilität, reduziert Stillstandzeiten und erlaubt eine prozesssichere Anpassung an unterschiedliche Outputanforderungen.

Schneller Servicezugriff durch hydraulische Wartungsklappe
Hydraulisch öffnende Inspektionsklappen an Vorder- und Rückseite ermöglichen direkten Zugriff auf Sieb und Rotorraum für Wartung, Messerwechsel und Fremdstoffentnahme. Diese Konstruktion reduziert Revisionszeiten, vereinfacht die Bedienung vor Ort und senkt die durchschnittlichen Maschinenstillstandzeiten.









