High-End-Innenausbau trifft bei der Tischlerei Radaschitz aus Riegersburg in der Steiermark auf High-End-Restholzverwertung. Seit vier Generationen verbindet das Unternehmen höchste handwerkliche Qualität mit Innovationsgeist, modernen Fertigungsprozessen und nachhaltigem Denken. Um anfallende Holzabfälle effizient zu verwerten und gleichzeitig Energiekosten zu senken, setzt Radaschitz seit Jahrzehnten auf die Zerkleinerungs- und Brikettiertechnik von WEIMA.
Auf rund 2.500 Quadratmetern Produktionsfläche entstehen bei Radaschitz hochwertige Küchen- und Möbelprojekte für internationale Kunden im Premiumsegment. Rund 45 Fachkräfte arbeiten in den Bereichen Tischlerei, Metallverarbeitung, Lackierung und Planung an maßgeschneiderten Lösungen.
Dabei fallen täglich unterschiedlichste Reststoffe an – darunter Massivholz, MDF, Spanplattenreste, Späne sowie Schleifstaub aus der Produktion. Teilweise werden auch beschichtete oder lackierte Materialien verarbeitet. Statt diese Materialien kostenintensiv zu entsorgen, verfolgt Radaschitz einen nachhaltigen Kreislaufgedanken: Die anfallenden Holzreste werden direkt im eigenen Betrieb energetisch weiterverwertet.
Mit der Modernisierung der Anlage hielt auch die nächste Generation der WEIMA-Zerkleinerungstechnik Einzug bei Radaschitz. Ein entscheidender Vorteil der neuen Lösung liegt im optimierten Einfülltrichter des WEIMA WL 4 Shredders. Lange Holzstücke sind nun deutlich einfacher aufgebbar, während diese beim Vorgängermodell zunächst mit der Kreissäge vorgeschnitten werden mussten. Neben der vereinfachten Handhabung überzeugt die neue Generation außerdem durch einen energieeffizienteren Betrieb.
Der Shredder verarbeitet täglich rund 1,5 Kubikmeter Holzreste, die anschließend über die Absaugung direkt der TH 500 Vario Brikettierpresse zugeführt werden. Ein verbautes 15 mm Rundlochsieb sorgt dabei für eine gleichmäßige Hackschnitzelgröße und schafft optimale Voraussetzungen für den anschließenden Brikettierprozess. Neben den Holzresten werden zudem auch Späne und Holzstaub aus den Produktionsanlagen abgesaugt und der Brikettierpresse zugeführt.
Die neue TH 500 Vario Brikettierpresse bietet einen weiteren entscheidenden Vorteil: Durch die integrierte Ölkühlung ist ein kontinuierlicher Betrieb auch über mehrere Stunden hinweg problemlos möglich. Damit stellt selbst die tägliche Laufzeit von circa fünf Stunden für das Unternehmen kein Problem dar. Eine Besonderheit der Vario-Baureihe ist zudem die räumliche Trennung von Pressmechanik und Hydraulikeinheit. Beide Komponenten können unabhängig voneinander aufgestellt werden, was eine besonders flexible und kompakte Integration in die bestehende Produktionsumgebung ermöglicht hat. Pro Jahr entstehen bei Radaschitz so rund 120 Kubikmeter Holzbriketts.
Die Briketts werden vollständig im eigenen Unternehmen genutzt. Sie versorgen unter anderem die Gebäudeheizung, die Trockenkammern für lackierte Bauteile, die Spritzkabine sowie Anlagen zur Holztrocknung und Furnierverleimung mit Wärmeenergie. Dadurch schafft Radaschitz einen nahezu geschlossenen Materialkreislauf: Aus Produktionsresten entsteht direkt neue Energie für die eigenen Fertigungsprozesse.
„Wir arbeiten bereits seit 23 Jahren mit WEIMA zusammen und sind mit den Maschinen und dem Service sehr zufrieden. Die Anlagen laufen zuverlässig, die Betreuung passt und wir würden WEIMA jederzeit weiterempfehlen“