Im rheinland-pfälzischen Alsenz entstehen außergewöhnliche Möbelstücke aus einem besonderen Ausgangsmaterial: gebrauchten Barrique-Fässern. In einem aufwendigen Prozess werden die gebogenen Eichenteile gedämpft, gepresst, getrocknet und anschließend zu hochwertigen Möbeln verarbeitet. Wie in jeder holzverarbeitenden Fertigung fallen auch im Manufakturhof Alsenz Holzabfälle an, die nicht mehr für die Möbelproduktion verwendbar sind. Um diese Reststoffe effizient zu verwerten, setzt das Unternehmen auf Zerkleinerungs- und Brikettiertechnologie von WEIMA.
In präziser Handarbeit entstehen aus Barrique-Fässern charaktervolle Einzelstücke wie Stühle, Tische, Bänke oder Weinregale – jedes davon ein Unikat mit Geschichte. Die typische Biegung der Fassdauben bleibt dabei teilweise erhalten und verleiht den Möbeln eine unverwechselbare Formensprache.
Am Anfang stehen die Auswahl und Begutachtung der gebrauchten Barrique-Fässer, die meist aus französischer oder amerikanischer Eiche bestehen. Nach der Anlieferung werden die Fässer behutsam in ihre Einzelteile zerlegt. Dabei wird jede Fassdaube einzeln geprüft, von Rückständen befreit und gegebenenfalls zugeschnitten. Im Anschluss erfolgt eine sorgfältige Trocknung, bevor das Holz geschliffen, geglättet und von außen wie innen veredelt wird. Fassdauben, die nicht verwendet werden können sowie weiteres Restholz werden in der Manufaktur nicht einfach entsorgt, sondern weiterverarbeitet.
Um diese Reststoffe bestmöglich zu verwerten, setzt das Unternehmen auf WEIMA Maschinen: Zum Einsatz kommen ein WL 4 Einwellen-Zerkleinerer sowie eine C 150 Brikettierpresse. „Alles nicht weiterverwertbare Material, beispielsweise beschädigte Fassdauben oder Holzreste aus dem Zuschnitt, wird im ersten Schritt mit dem Hacker zerkleinert“ erklärt Rüdiger Gries, Leiter Vertrieb und Finanzen.
Die gewonnenen Hackschnitzel gelangen über eine Spiralförderanlage direkt in den Hackschnitzelbunker. Von dort aus erfolgt die Zuführung hin zur firmeninternen Hackschnitzelheizung, mit der sowohl die Produktionsstätte als auch das angrenzende Wohngebäude beheizt werden. Die Steuerung des Heizsystems ist weitgehend automatisiert. Manuelle Eingriffe sind kaum erforderlich.
Darüber hinaus sind sämtliche holzbearbeitenden Maschinen der Manufaktur an zwei Absauganlagen angeschlossen. Der dabei entstehende Staub und feine Holzpartikel werden gesammelt, periodisch brikettiert und ebenfalls der Wärmegewinnung zugeführt. Die Brikettierung erfolgt etwa ein- bis zweimal pro Monat – je nach Materialanfall.
Wenn es um moderne Holzverarbeitung und nachhaltige Reststoffverwertung geht, bilden der WL 4 und die C 150 ein starkes Duo. Der WL 4 überzeugt durch seine robuste Bauweise, selbst unter Dauerbelastung. Mit dem leistungsstarken Antrieb, austauschbaren Schneidmessern und einem kompakten Design eignet sich der Holzschredder ideal für Betriebe mit begrenztem Platzangebot.
Die C 150 Brikettpresse ist mit ihrer raumoptimierten Bauform und der bewährten WEIMA-Pressmechanik die perfekte Ergänzung. Durch den hohen hydraulischen Pressdruck entstehen feste Briketts – ganz ohne Bindemittel. In einem Betrieb wie der Holzmanufaktur Alsenz kommt es auf zuverlässige, platzsparende und energieeffiziente Technik an. Die Kombination aus beiden Maschinen spart nicht nur Energie, sondern reduziert das Reststoffvolumen um bis zu 80 % und senkt dabei gleichzeitig Staub- und Brandrisiken.
WEIMA gehörte zu den wenigen Unternehmen, die sich während der Angebotsphase intensiv mit den örtlichen Gegebenheiten auseinandergesetzt und die technischen Voraussetzungen vor Ort begutachtet haben. Das war für uns ein entscheidender Faktor bei der Auswahl des Partners.
Durch den gezielten Einsatz der beiden Maschinen konnte die Manufaktur Alsenz einen geschlossenen Materialkreislauf realisieren: Von der Wiederaufbereitung gebrauchter Fässer bis zur energetischen Nutzung der Reststoffe. Das spart nicht nur Kosten, sondern schont Ressourcen und reduziert Abfälle. Die WEIMA-Maschinen sind hier nicht nur eine Lösung, sondern Teil eines durchdachten Gesamtkonzeptes. Zudem unterstützt der Einsatz der Technologie die Einhaltung der von der EU geforderten CSRD-Richtlinien, indem relevante Nachhaltigkeitsdaten – etwa zu Ressourceneinsatz, Abfallmengen und Energieeffizienz – erfasst, ausgewertet und transparent im Rahmen der ESG-Berichterstattung dokumentiert werden.