Ein Hersteller von Luxusyachten in England plante die Integration einer Abfallverwertungsanlage und installierte kürzlich ein neues Biomassesystem zur Energiegewinnung aus den eigenen Produktionsabfällen. Dabei handelte es sich um gemischte Holzwerkstoffe, einschließlich großer Platten und Skelettabfälle aus diversen CNC-Bearbeitungszentren. Ziel des Unternehmens war es, die Reststoffe unkompliziert und effizient in ein homogenes Material umzuwandeln, das sich leicht transportieren und in der Biomasseanlage verwerten lässt.
Der Spezialist für industrielle Recycling- und Belüftungssysteme im Vereinten Königreich, Fercell aus London, wurde vor einigen Monaten von einem Yachthersteller beauftragt, ein Lösungskonzept für die energetische Verwertung von Holzrestoffen zu erstellen. Die Anlage, bestehend aus einem Zerkleinerer, einem Austragsförderer, einer Reihe von Ladebändern und einem Luftaufbereitungssystem, wurde so konzipiert, dass sie in einem Maschinenraum untergebracht werden kann. Der Anlagenraum und der Biomassekessel (mit Lagersilo) ist mit einem geschlossenen Fördersystem verbunden. In direkter Nähe befindet sich außerdem eine überdachte Ladestation für Anhänger, an der das Material verladen werden kann.
Im laufenden Betrieb werden die Holzabfälle in palettierten Stapeln in einem separaten Abfallbereich gelagert und anschließend mit einem Teleskoplader direkt in den Trichter des WEIMA WL 20 Zerkleinerers geladen. Aufgrund der großen Länge einiger Skelettabfälle wurde der Holzschredder mit einem maßgeschneiderten Trichter ausgestattet, der ideal für die Beladung mit einem Gabelstapler ist.
Um die Staubemissionen aus dem Prozess zu minimieren, wurde der Trichter mit einem einziehbaren Dach und mehreren Absaugpunkten ausgestattet, die an ein zentrales Leitungssystem angeschlossen sind. Dieses wird wiederum von einem F320 Kompaktfiltersystem von Fercell betrieben.
Das Filtersystem F320 kontrolliert nicht nur die feinen Luftpartikel aus dem Prozess. Auch in kleinen Räumen, die als explosionsgefährdet eingestuft sind, wird die Sicherheit erhöht, da es sowohl mit ATEX-Explosionsschutzplatten als auch mit einem automatischen H20-Sprinklersystem ausgestattet ist. Das Auffangen und Entfernen des abgesaugten Staubs ist dank der unter Druck stehenden Auffangbehälter mit herausnehmbaren Kunststoffauskleidungen sicher und sauber.
Der WL 20 Shredder verarbeitet das Material mithilfe einen profilierten V-Rotors von WEIMA. Das darunter befindliche Rundlochsieb definiert schließlich die Korngröße und homogenisiert das Outputmaterial in der Größe. Anschließend gelangt das zerkleinerte Material auf ein Förderband samt Magnetabscheidung, das automatisch Eisenmetalle aussortiert. Fremdmetalle werden am Förderkopf in einen Kippbehälter geleitet, bevor das zerkleinerte Material in Kettenförderer weitertransportiert wird.
Die Förderketten befördern die Holzhackschnitzel vom hinteren Bereich des Maschinenraums senkrecht (im 90°-Winkel) nach oben und weiter über das Biomassesilo, bis hin zum überdachten LKW-Ladebereich. In den Förderern sind motorisierte Schieber integriert, die das Material gezielt an bestimmten Stellen entladen können, wie zum Beispiel in das Biomassesilo, oder entlang der gesamten Länge eines Schubbodenanhängers.
Das ausfallsichere Steuerungssystem kommuniziert mit allen Anlagenteilen und ermöglicht eine einfache Bedienung und Überwachung der Anlage. Dank der installierten Frequenzumrichter können die Förderbänder präzise eingestellt und angepasst werden, um einen reibungslosen Transport des zerkleinerten Materials vom Schredder zu den jeweiligen Entladestellen sicherzustellen.
Fercell ist offizieller WEIMA Partner für Großbritannien. Das Unternehmen liefert seit über vier Jahrzehnten industrielle Zerkleinerungs- und Recyclingsysteme sowie industrielle Lüftungsanlagen. Vom Produkt, über die Installation und Wartung, bis hin zu Ersatzteilen und Reparaturen, bietet Fercell Komplettlösungen für seine Kund:innen an.