Mit einer neuen Produktionslinie für hoch- und mittelkalorische Ersatzbrennstoffe erweitert Euro-Eko in Polen seine Kapazitäten für die industrielle Brennstoffversorgung – insbesondere für Kalzinatoranwendungen. Die gesamte Anlage wurde vom WEIMA-Partner TEKOpro® aus Warschau geplant und umgesetzt. TEKOpro® übernahm dabei die vollständige Projektkette: von der technischen Auslegung über die Lieferung aller Maschinen bis hin zu Installation, Inbetriebnahme und künftigem Service.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Aufgabe, heizwertreiche Fraktionen sinnvoll zu nutzen, für die ein hochwertiges stoffliches Recycling nicht infrage kommt. Diese Abfälle verfügen über einen relevanten Energiegehalt, erreichen aber nicht die Qualitätsanforderungen für eine Weiterverarbeitung innerhalb klassischer Recyclingprozesse. Durch die mechanische Aufbereitung entsteht ein stabiler, definierter Ersatzbrennstoff, der fossile Energieträger wie Kohle in industriellen Prozessen ersetzen kann. Gleichzeitig lässt sich damit ein Entsorgungsproblem lösen: Ohne eine spezialisierte Aufbereitung wären diese Fraktionen schwer einer wirtschaftlichen Verwertung zuzuführen.
Ein wesentliches Element der neuen Anlage bildet die zweistufige Zerkleinerungstechnologie von WEIMA. Zu Beginn des Prozesses übernimmt ein WEIMA W8.30 PreCut Einwellen-Shredder die Vorzerkleinerung. Die Maschine ist auf hohe Durchsatzleistungen ausgelegt und bereitet das heterogene Inputmaterial auf eine definierte Größe vor, die für nachfolgende Sortier- und Förderstrecken ideal geeignet ist.
In der zweiten Stufe folgt ein WEIMA W8.30 PowerLine Shredder, der das Material auf die für die Brennstoffherstellung erforderliche Endkorngröße bringt. Beide Maschinen werden von zuverlässigen Hägglunds-Hydraulikantrieben angetrieben – jeder mit einer Leistung von 355 kW. Die Hydraulikantriebe sorgen für ein hohes Drehmoment, ein widerstandsarmes Anfahren und eine robuste Prozessstabilität, selbst bei anspruchsvollem oder schwankendem Material.
Diese Kombination aus PreCut und PowerLine ist in der Sekundärbrennstoff-Herstellung weit verbreitet, weil sie eine konstante Outputqualität ermöglicht – ein zentraler Faktor für Kalzinatoren, Zementwerke und thermische Verwertungsanlagen.
Neben WEIMA zählen auch Spaleck GmbH & Co. KG sowie Westeria® GmbH zu den beteiligten Herstellern. Die eingesetzten Komponenten bilden gemeinsam eine abgestimmte Aufbereitungskette, die Zerkleinerung, Sortierung und Materialtransport miteinander verbindet. TEKOpro® koordiniert alle Maschinen und Prozesse so, dass am Ende ein gleichmäßiger Brennstoff mit reproduzierbarer Korngröße und definiertem Heizwert entsteht – eine Voraussetzung für stabile Verbrennungs- und Kalzinatorprozesse.
Ein besonderes Augenmerk lag bei der Umsetzung auf der räumlichen Situation der Produktionshalle. Das Layout wurde so geplant, dass Materialflüsse und Verkehrswege optimal zusammenpassen. Ein 31 Meter langes Förderband bildet das Rückgrat des Materialtransports. Seine Position und Bauhöhe wurden exakt an die Hallengeometrie angepasst, sodass auch bauliche Einschränkungen wie Stützen oder Höhenbegrenzungen berücksichtigt sind. Die Energieversorgung erfolgt über zwei getrennte Powerpacks: Ein Aggregat befindet sich außerhalb der Halle, um Lärm- und Wärmeeintrag zu reduzieren, ein zweites im Inneren für die direkte Maschinenversorgung. Auch die Logistik wurde so gestaltet, dass zwei bis drei Lader gleichzeitig arbeiten können, ohne sich gegenseitig zu behindern. Die klar getrennten Fahrwege sorgen für einen gleichmäßigen Input und einen sicheren Arbeitsablauf.
Mit der neuen Ersatzbrennstoffanlage verfügt Euro-Eko nun über eine leistungsfähige Aufbereitungslinie, die heizwertreiche Abfälle zuverlässig in qualitativ definierte Brennstofffraktionen überführt. Die Kombination aus WEIMA-Zerkleinerungstechnik, bewährten Sortier- und Förderlösungen und der vollständigen Projektabwicklung durch TEKOpro® zeigt, wie moderne Abfallaufbereitung für industrielle Brennstoffanwendungen aussehen kann.