Vliesstoffe sind leicht, voluminös und häufig äußerst reißfest – Eigenschaften, die ihre Zerkleinerung besonders anspruchsvoll machen. WEIMA Zerkleinerer bereiten Vliesstoffe zuverlässig und kontrolliert für die nachfolgenden Recyclingprozesse auf. Ob Produktionsrandstreifen, Rollware oder Ballen: Das Material wird auf eine definierte, förderfähige Größe zerkleinert und optimal für weitere Prozessschritte wie Sortieren, Waschen, Verdichten, Extrudieren oder Regranulieren vorbereitet.
Ein Vliesstoff ist ein textiles Flächenmaterial, das auf irgendeine Weise miteinander verbunden wurde – aber nicht gewebt und nicht gestrickt. Es werden stattdessen einzelne Fasern und Filament zu einer lockeren Schicht abgelegt und anschließend miteinander verbunden, zum Beispiel durch Druck, Wärme, Wasserstrahlen, Nadeln oder Bindemittel. Für das Recycling ist vor allem entscheidend, wie sauber und sortenrein der Materialstrom ist. Typische Materialien sind Polyester (PET), Polypropylen (PP), Viskose, Zellulose oder Naturfasern. Je nach Herstellung kann Vliesstoff sehr weich, fest, saugfähig, filternd, schalldämmend oder wärmeisolierend sein.
Vliesstoffe entstehen in drei grundlegenden Schritten:
1. Fasern vorbereiten und ablegen
Fasern oder Filamente aus z. B. PET, PP, Viskose oder Zellulose werden zu einer lockeren Fläche abgelegt.
2. Vlies verfestigen
Die Fasern werden mechanisch, thermisch, chemisch oder mit Wasserstrahlen miteinander verbunden. Typische Verfahren sind Needlepunch, Spunlace, Spunbond und Meltblown.
3. Veredeln und konfektionieren
Anschließend kann der Vliesstoff beschichtet, geprägt, zugeschnitten oder als Rollenware weiterverarbeitet werden.
Ein großer Anwendungsbereiche für Vlies ist in der Hygiene, darunter fallen zum Beispiel Windeln, Damenhygiene und Inkontinenzprodukte. Weitere typische Anwendungen sind im Textilbereich, Pflegetücher, Feuchttücher, medizinische Abdeckungen, Masken, Schutzkleidung, Luftfilter, Gebäudeisolierung, Automobilinnenräume, Teppichträger, Agrarvlies sowie Kabelummantelungen.
Bei Vliesstoffen entscheidet die Schneidgeometrie über einen stabilen Prozess. Der WEIMA F-Rotor wurde für flexible Materialien wie Filamente, Bänder, Seile, Schnüre und Folien entwickelt. Dank spezieller Messerteilung und Schneidegeometrie wird das Umwickeln der Materialien verhindert, das sonst durch Reibung zu Schmelzen und Blockaden führen könnte. Die Messer greifen vollständig ins Gegenmesser und sorgen zusammen mit einem engen Schnittspalt für einen kontrollierten Einzug und eine schnelle, effiziente Zerkleinerung.
Europa produziert jährlich Vliesstoffe in einer Größenordnung von knapp 3 Millionen Tonnen bzw. mehr als 80 Milliarden Quadratmetern.
Vliesstoffe sind längst kein Nischenprodukt, sie begegnen uns in zahlreichen industriellen Anwendungen – von Filtration und Bauprodukten über Geotextilien bis hin zu Fahrzeuginterieurs. Allein in den 27 EU-Ländern wurden 2025 laut EDANA mehr als 1,9 Millionen Tonnen produziert.
Die große Bandbreite der Anwendungen geht mit ebenso unterschiedlichen Materialien und Eigenschaften einher. Damit wächst auch die Bedeutung geeigneter Lösungen für die Rückführung von Produktionsresten und ausgedienten Vliesstoffen in den Wertstoffkreislauf.
Ein Vliesstoff ist ein textiles Flächengebilde aus miteinander verbundenen Fasern. Im Gegensatz zu klassischen Textilien wird Vlies weder gewebt noch gestrickt. Es werden stattdessen einzelne Fasern und Filament zu einer lockeren Schicht gelegt und anschließend zum Beispiel mit Druck oder Bindemittel miteinander verbunden.
Ja, Vlies kann recycelbar sein, aber nicht jedes Vlies ist gleich gut recycelbar. Vlies aus PP oder PET sind grundsätzlich gut mechanisch zu recyceln. Auch Naturfaser- oder Cellulosevlies. Schwierig wird es bei Mischvlies.
Gemischte Polymere, Beschichtungen, Klebstoffe oder Füllstoffe können die Materialeigenschaften des Rezyklats verändern und die Aufbereitung erschweren. Je homogener und bekannter der Inputstrom, desto besser lässt sich der Recyclingprozess steuern.
Entscheidend sind eine geeignete Schneidgeometrie, ein kontrollierter Einzug und ein korrekt eingestellter Schnittspalt. Der WEIMA F-Rotor ist speziell für flexible Materialien ausgelegt und reduziert Umwickeln sowie daraus entstehende Reibung und Blockaden.
In der Regel nicht. Der Großteil der Produktionsabfälle ist sauber und benötigt keine Wäsche vor der ersten Zerkleinerung. Bei Post-Consumer- oder Agrarvliesen kann Waschen notwendig sein. Ob vor oder nach der Zerkleinerung gewaschen wird, hängt von Verschmutzung, Anlagenkonzept und Zielqualität ab.
Je nach Material folgen Sortierung, Metallabscheidung, Wäsche, Trocknung, Verdichtung, Feinzerkleinerung und/oder Extrusion. Beim mechanischen PP-Recycling wird das aufbereitete Material typischerweise aufgeschmolzen, gefiltert und zu Regranulat pelletiert.
Nur bedingt. Aufgrund der geringen Schüttdichte und der voluminösen Struktur wird Vlies häufig vorzerkleinert. Das ermöglicht eine gleichmäßigere Zuführung und einen stabileren Extrusionsprozess.
Für Vliesstoffe eignen sich insbesondere Einwellen-Zerkleinerer der WLK- und W5-Serie, aber auch die Vierwellen-Zerkleinerer, ZM-Serie, bieten sich an. Die passende Maschine und Schneidgeometrie richten sich nach Materialform, Durchsatz und gewünschter Ausgangsgröße.