Produktionsabfälle aus der Holzverarbeitung müssen keineswegs hohe Entsorgungskosten verursachen, im Gegenteil, Altholz birgt ein enormes Potenzial zur energetischen Wiederverwertung. Genau diese Chance erkannte ein britischer Möbelhersteller, der täglich große Mengen an Holzresten aus Verschnitt, Ausschussware sowie unterschiedlichen Bearbeitungsprozessen erzeugt. Anstatt das Material kostenintensiv zu entsorgen, entschied sich das Unternehmen für einen nachhaltigen Weg: Die Zerkleinerung des Altholzes zu verwertbaren Holzhackschnitzeln, die anschließend als Brennstoff für eine Biomasseheizung genutzt werden.
Die stetig wachsenden Mengen an sperrigen Holzresten beanspruchten wertvolle Lagerflächen auf dem Betriebsgelände des Traditionsunternehmens und verursachten kontinuierlich steigende Entsorgungskosten. Gleichzeitig bestand der Wunsch, die Eigenenergieversorgung nachhaltiger zu gestalten und Heizkosten langfristig zu senken.
Gesucht wurde daher eine leistungsstarke Zerkleinerungslösung, die zuverlässig eine homogene Hackschnitzelqualität erzeugt, ideal geeignet für den Einsatz in einer Biomasseheizanlage.
Zum Einsatz beim Kunden in England kam eine komplette Systemlösung, bestehend aus einem WEIMA WLK 6 S Einwellen-Zerkleinerer, einem Zuführband sowie einem Austragskettenförderer, der das zerkleinerte Material direkt in ein externes Lagersilo transportiert. Die Planung und Umsetzung der Anlage übernahm Fercell Engineering , WEIMA offizieller Partner für den englischen Markt.
Der WEIMA WLK 6 S mit einer Rotorlänge von 800 mm verarbeitet die Resthölzer mühelos und reduziert sie auf Hackschnitzel mit einer Korngröße von circa 20 mm. Eine gleichmäßige, homogene Outputgröße ist dabei entscheidend für den reibungslosen Betrieb von Holzhackschnitzel-Heizsystemen.
Dank des verbauten Wechselsiebes lässt sich die Korngröße flexibel anpassen, sollte sich der Materialbedarf in Zukunft ändern. Das 20 mm Lochsieb ist dann einfach abschraubbar und lässt sich durch ein Lochsieb mit größerem oder kleinerem Durchmesser ersetzen. Auch die Außenaufstellung des Zerkleinerers stellt kein Problem dar. Vom Grundgestell abgesetzte Rotorlager schützen zuverlässig vor Staub und Verunreinigungen. Um die Höhe des Austragsförderers optimal zu nutzen, wurde der Maschinenrahmen des WLK 6 S entsprechend erhöht.
Reibungsloser Materialfluss. Robuste Fördertechnik bis ins Silo und zur Heizung
Das zerkleinerte Restholz wird über einen robusten Kettenförderer aus verzinktem Stahl transportiert und direkt in ein externes Silo geleitet. Von dort aus versorgt das Material kontinuierlich die Biomasseheizung.
Die Förderlösung kombiniert horizontale und steigende Förderstrecken von bis zu 90° und ermöglicht so den effizienten Materialtransport über größere Distanzen. Große Wartungsöffnungen, außenliegende Lagergehäuse sowie ein robustes Getriebe- und Antriebskonzept sorgen für eine einfache und schnelle Wartung.
Durch die tägliche Zerkleinerung des anfallenden Restholzes reduziert der WEIMA WLK 6 S Holzschredder das Abfallvolumen erheblich, senkt Entsorgungskosten und schafft wertvolle Freiflächen auf dem Betriebsgelände. Gleichzeitig wird aus Abfall ein wertvoller Energieträger, der zur Beheizung der eigenen Produktionsstätte beiträgt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Holzhackschnitzel weiterzuverarbeiten, beispielsweise zu Briketts, die eine höhere Energiedichte besitzen und länger brennen als herkömmliche Hackschnitzel. Beim englischen Möbelhersteller ist man nun energetisch zukunftssicher aufgestellt.