Sperrige Produktionsreste werden in einen Horizontal-Zerkleinerer von WEIMA gegeben. Der Shredder und steht in einer Halle, man sieht einen Mann der an der Maschine arbeitet.

Inselenergie aus Restholz – Ein Tischlerei- und Innenausbauunternehmen aus Nordirland nutzt Produktionsabfälle zur Wärmeerzeugung

Holz
20.08.2026

Was passiert mit Holzresten, wenn sie nicht als Abfall, sondern als wertvoller Energieträger betrachtet werden? Genau diesen Ansatz verfolgt der Tischlerei- und Innenausbaubetrieb Somerville Fit-Out Ltd mit einer maßgeschneiderten Entsorgungslösung. Herzstück der Anlage ist ein WEIMA Tiger 1800 Horizontal-Zerkleinerer, der sperrige Produktionsreste in homogene Hackschnitzel verwandelt.

Mehr Produktion. Mehr Restholz.

Mit steigendem Produktionsvolumen nahm auch die Menge an Holzabfällen zu, die bei dem auf Innenausbau spezialisierten Unternehmen in Nordirland anfielen. Dazu gehörten Paletten, Transportverpackungen aus Holz, lange Holzstreifen und kantiges Schnittholz sowie Holzabfälle aus dem Baustellenbetrieb.

Die Lösung: Das Material direkt dort aufbereiten, wo es anfällt – und aus einem Entsorgungsproblem einen verwertbaren Rohstoff machen.

Lange Restholz Leisten

Komplettlösung für die Restholzaufbereitung

Für die Umsetzung des Projekts entwickelte der WEIMA Händler Fercell Engineering eine komplette Entsorgungslösung, die sämtliche Prozessschritte, von der Zerkleinerung über die Metallabscheidung und Staubfiltration, bis zur Lagerung und Verladung des aufbereiteten Materials, miteinander verbindet.

Herzstück der Anlage ist ein WEIMA Tiger Horizontal-Zerkleinerer. Ein flaches IMRO-Zuführband ermöglicht die komfortable Aufgabe von Holzplatten und anderen Reststoffen. Für einen möglichst geräuscharmen Betrieb wurde der Shredder zusätzlich in einer von Fercell konstruierten Schallschutzkabine installiert.

Man sieht Absaugrohre, die mit der Maschine verbunden sind, im Hintergrund einen Schaltschrank
Ein WEIMA horizontal Shredder mit Förderband in einer extra angefertigten Schallschutzkabine.
Eine komplette Entsorgungslösung, die sämtliche Prozessschritte von der Zerkleinerung bis zur Absaugung verbindet.
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Ein Mitarbeiter steht in einer Halle und gibt Holzstücke auf das Förderband

Lange Holzreste? Genau richtig für den WEIMA Tiger.

Lange und sperrige Holzreste stellen klassische Zerkleinerungssysteme häufig vor Herausforderungen. Horizontal-Zerkleinerer spielen hier ihre konstruktiven Vorteile aus.

Leisten, Kanthölzer und andere überlange Produktionsreste werden meist über die lange Vibrationsrinne kontinuierlich dem WEIMA Tiger 1800 zugeführt.
Im Maschineninneren zerkleinert der V-Rotor das Material zwischen Rotor- und Gegenmessern. Erst wenn die Holzstücke klein genug sind, um das eingesetzte Rundlochsieb zu passieren, verlassen sie den Schneidraum. In dieser Anwendung entsteht so eine homogene Hackschnitzelfraktion von rund 20 mm.

Mit einer Zuführöffnung von 1.800 mm Breite und 132 mm Höhe ist die Maschine bei Somerville auf die Verarbeitung sehr breiter Holzabfälle ausgelegt und für den industriellen Dauerbetrieb konzipiert. Das Material kann über den gesamten Produktionstag hinweg nach Bedarf aufgegeben werden. Restholz wird damit direkt verarbeitet, anstatt sich zunächst in großen Mengen in der Produktion anzusammeln.

Weniger Lärm trotz industrieller Zerkleinerung

Wo leistungsstarke Zerkleinerungstechnik innerhalb oder in unmittelbarer Nähe der Produktion arbeitet, spielt auch der Schallschutz eine wichtige Rolle. Deshalb befindet sich der WEIMA Shredder in einer freistehenden, speziell für die Anwendung konstruierten Schallschutzkabine von Fercell. Bei ihrer Auslegung wurden neben der Geräuschreduzierung auch Zugänglichkeit, Belüftung und die Anforderungen des Zerkleinerers berücksichtigt. Nach der Zerkleinerung durchläuft das Material einen in die Absaugrohre integrierten Rohrmagneten. Anschließend gelangt es über die zentrale Absauganlage in einen MPD-Minisilofilter. So lässt sich die leistungsstarke Restholzaufbereitung sinnvoll in den bestehenden Produktionsalltag integrieren.

eine komplette Recyclinglösung in einer Halle, von der Zerkleinerung über die Metallabscheidung und Staubfiltration bis zur Lagerung des aufbereiteten Materials.

Filtern, lagern und flexibel weitertransportieren

Eine zentrale Rolle im Gesamtsystem übernimmt das MPD-Minisilo. Es kombiniert Staubfiltration und Materiallagerung in einer Einheit. Bis zu drei Austragspunkte ermöglichen eine besonders flexible Materialführung. Das Silo nimmt nicht nur Staubpartikel auf, sondern dient gleichzeitig als Zwischenlager für das zerkleinerte Holz. Elektropneumatische Umschaltventile bestimmen anschließend, welchen Weg das Material nimmt. Wird ein nachgelagerter Anlagenteil gerade nicht benötigt, können die Hackschnitzel zunächst im Silo verbleiben.

Ein MPD-Minisilo, links davon ein LKW der gerade gefüllt wird.

Ein Teil des aufbereiteten Materials kann direkt einer Biomassefeuerungsanlage auf dem Betriebsgelände zugeführt werden. Gerade in den kälteren Monaten lässt sich das eigene Restholz damit zur Wärmeerzeugung einsetzen und der Bedarf an externen Energieträgern reduzieren.

Wird mehr Material produziert als im eigenen Betrieb benötigt, gibt es einen zweiten Weg: Über den GW-Doppelkettenförderer gelangen die Hackschnitzel zu einem Lagersilo und anschließend zur Anhängerverladung. So lässt sich das verarbeitete Material problemlos zur Wiederverwendung abholen. Auf diese Weise wird aus einstigem Abfallmaterial ein wiederverwendbares, nachhaltiges Produkt.

Christian Zirnig
Wir beraten Sie gerne. Sie haben ebenfalls ungenutzte Holzreste? Wir finden gemeinsam eine Lösung dafür.
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