Im finnischen Leppälänkylä zeigt Kesrec Recycling, wie moderne Kunststoffverwertung heute funktioniert: effizient, wirtschaftlich und vollständig im eigenen Haus. Statt Kunststoffabfälle lediglich aufzubereiten und weiterzuverkaufen, geht das Unternehmen einen Schritt weiter und produziert daraus direkt neue Endprodukte.
Ein zentraler Baustein dieses Prozesses: die Zerkleinerungstechnologie von WEIMA.
Die Wurzeln von Kesrec reichen bis ins Jahr 2008 zurück. Was als Familienunternehmen in der Abfallsammlung begann, entwickelte sich mit dem Einstieg in das Kunststoffrecycling ab 2014 schnell weiter.
Heute ist Kesrec ein etablierter Akteur in der finnischen Recyclingindustrie mit rund 30 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von über 10 Millionen Euro. Der Fokus liegt klar darauf, Kunststoffabfälle nicht nur zu verwerten, sondern als hochwertige Rohstoffe und Produkte wieder in den Kreislauf zurückzuführen.
Bei Kesrec Recycling in Leppälänkylä, Finnland wird postindustrieller Kunststoffabfall in wertvolle neue Produkte verwandelt. Mit dem leistungsstarken WEIMA W5.18 Schredder und seinem High-Torque-Antrieb wird das Material direkt vor Ort effizient zerkleinert. Das zerkleinerte Material wird anschließend mithilfe eines Extruders zu hochwertigem Regranulat verarbeitet und direkt zu Bewässerungsrohren und Noppenbahnen weiterverarbeitet – ein vollständig geschlossener Recyclingkreislauf.
Kesrec verarbeitet post-industrielle Kunststoffabfälle unterschiedlichster Art. Diese Materialien sind oft großvolumig, dickwandig oder besonders widerstandsfähig – und damit ungeeignet für eine direkte Weiterverarbeitung im Extrusionsprozess. Für eine stabile und effiziente Produktion ist daher eine zuverlässige Vorzerkleinerung unerlässlich. Nur so lassen sich homogene Materialströme erzeugen, die sich anschließend problemlos granulieren und extrudieren lassen.
Für die Zerkleinerung setzt Kesrec auf einen WEIMA W5.18 Einwellen-Zerkleinerer, der speziell für anspruchsvolle Kunststoffanwendungen ausgelegt ist. Mit einer Antriebsleistung von 112 kW und einer Rotorlänge von 1.800 mm bietet die Maschine ausreichend Kraft und Durchsatz, um auch große und
widerstandsfähige Kunststoffteile zuverlässig zu verarbeiten. Das eingesetzte 50-mm-Sieb sorgt dabei für eine definierte Partikelgröße, optimal vorbereitet für die nachfolgenden Prozessschritte.
Neben der reinen Leistung überzeugt die Maschine vor allem im täglichen Betrieb: Der robuste Aufbau gewährleistet eine hohe Verfügbarkeit, während die durchdachte Konstruktion mit Wartungsklappe einen schnellen und einfachen Zugang zum Innenraum ermöglicht. Das reduziert Stillstandszeiten und sorgt für einen reibungslosen Produktionsablauf. Gleichzeitig ermöglicht das hohe Drehmoment eine kontinuierliche Materialzufuhr, selbst bei heterogenen und anspruchsvollen Inputmaterialien.
Der WEIMA Shredder ist bei Kesrec fest in eine durchgängige Prozesskette integriert. Nach der Vorzerkleinerung wird das Material zunächst gewaschen, um Verunreinigungen zu entfernen, und anschließend granuliert. Erst danach erfolgt die Weiterverarbeitung im Extruder. Durch diese klar strukturierte Abfolge entsteht ein gleichmäßiger und kontrollierter Materialfluss. Die Zerkleinerung bildet dabei die Grundlage für alle weiteren Schritte: Sie sorgt dafür, dass das Material überhaupt erst in eine verarbeitbare Form gebracht wird. Nur so lassen sich Waschprozess, Granulierung und Extrusion stabil und effizient betreiben und eine konstant hohe Qualität des Regranulats gewährleisten.
Kesrec geht bewusst einen Schritt weiter als klassische Recyclingunternehmen. Statt das erzeugte Regranulat lediglich als Rohstoff zu verkaufen, wird es direkt im eigenen Haus weiterverarbeitet. So entstehen aus ehemaligen Kunststoffabfällen marktfähige Produkte wie Noppenplatten für den Bau oder Tropfbewässerungsrohre für landwirtschaftliche Anwendungen.
Durch die Kombination aus leistungsstarker Zerkleinerung, effizienter Aufbereitung und eigener Produktion entsteht ein vollständig integrierter Recyclingkreislauf. Kunststoffabfälle werden vor Ort verarbeitet, zu Regranulat aufbereitet und unmittelbar in neue Produkte überführt. Dieser Ansatz schafft zusätzliche Wertschöpfung und macht den Recyclingprozess greifbar – aus vermeintlichem Abfall entstehen direkt neue Produkte mit konkretem Nutzen.