Fischernetze sind zwar ein wichtiges Werkzeug für die Fischerei, stellen gleichzeitig aber auch eine große Gefahr für die marine Umwelt dar. Jährlich landen viele Tonnen Fischernetze in den Ozeanen, wo sie zu einer ernsthaften Bedrohung für Meereslebewesen werden. Doch es gibt Hoffnung: Das Recycling von Fischernetzen bietet eine nachhaltige Lösung, um dieses Problem anzugehen und wertvolle Ressourcen zurück zu gewinnen.
Durch den gezielten Einsatz industrieller Shredder lassen sich alte Fischernetze und Taue effektiv zerkleinern und für den weiteren Recyclingprozess vorbereiten. Die gewonnenen Kunststoffflakes werden gewaschen, aufgeschmolzen und zu hochwertigem Regranulat verarbeitet – ein wertvoller Rohstoff für neue Produkte. So wird aus Meeresmüll ein Kreislaufmaterial, das Umwelt und Ressourcen gleichermaßen schont.
Die optimale Abstimmung von Rotor, Messer und Gegenmesser ist maßgeblich für das Zerkleinerungsergebnis. Die Wahl der zum Material passenden Komponenten erfordert ein hohes Maß an Erfahrung. Der speziell für Fasern konzipierte F-Rotor zeichnet sich durch sein kontrolliertes Einzugsverhalten aus.
Übrigens: Für besonders abrasive oder verschmutzte Materialien empfehlen wir einen Verschleißschutzmantel aus Vautid.
F-Rotor für flexible Materialien
Schon gewusst?
Greenpeace schätzt, dass jedes Jahr etwa 30 Mio. Tonnen sogenannter Beifang entsteht, der oft qualvoll in Netzen verendet.
Ein Fischernetz Shredder zerkleinert Netze zu gleichmäßigen Flakes, die sich leichter reinigen und recyceln lassen. Im Inneren der Maschine zieht ein rotierender Einwellenrotor mit Messern das Material ein und schert es gegen ein Gegenmesser. Ein Sieb unter dem Rotor hält das Material zurück, bis die definierte Größe erreicht ist. Diese kontrollierte Zerkleinerung reduziert das Volumen, erleichtert die Entfernung von Schmutz und bereitet den Kunststoff optimal für Waschen, Aufschmelzen und Pelletieren vor.
Eine vollständige Reinigung ist nicht erforderlich, eine grundlegende Vorsortierung wird jedoch empfohlen. Große Metallteile, Steine oder dicke Stahlseile sollten entfernt werden, um Rotor und Messer zu schützen. Typische Bestandteile wie Schwimmer, Knoten oder Seilabschnitte können problemlos verarbeitet werden. Leichte Verschmutzungen und Feuchtigkeit sind unkritisch, da in der Regel eine Waschstufe nach dem Shreddern folgt. Eine gute Vorsortierung erhöht die Standzeit der Werkzeuge und sorgt für einen stabilen Betrieb.
Ja, nasse und salzhaltige Netze lassen sich problemlos zerkleinern. Kritisch sind vor allem abrasive Bestandteile wie Sand, Steine oder Metallfragmente, da sie den Verschleiß erhöhen können. Das Entfernen grober Fremdstoffe vor dem Shreddern schützt Messer und Lager und erhöht die Anlagenverfügbarkeit. In vielen Recyclinglinien übernehmen Wasch- und Trennstufen nach dem Shreddern die Entfernung verbleibender Verunreinigungen und stabilisieren den Materialfluss.
Ja. WEIMA Einwellen-Zerkleinerer sind für gängige Fischernetz-Kunststoffe wie Nylon (PA) und Polypropylen (PP) sowie für gemischte Netz- und Seilkonstruktionen ausgelegt. Modelle wie der WLK 1500 und die W5-Serie sind in der Verarbeitung faseriger Materialien erprobt. Der W5.22 mit hydraulischem Antrieb eignet sich besonders für hohe Zugkräfte und ungleichmäßige Materialeinträge. Bei sehr dicken Seilen oder stark verdichteten Ballen kann eine größere Aufgabeöffnung oder eine Vorzerkleinerung den Materialfluss verbessern.
Nach dem Shreddern werden die Flakes in der Regel gewaschen, getrocknet, aufgeschmolzen und extrudiert. Die Wäsche entfernt Salz, Sand und organische Rückstände, während das Trocknen den Kunststoff für die Extrusion vorbereitet. Anschließend werden die sauberen Flakes zu Regranulat pelletiert. Dieser mechanische Recyclingprozess ist der etablierte Standard für die Wiederverwertung von Fischernetzen und vergleichbaren Kunststoffabfällen.
Beide Maschinen sind für Fischernetze geeignet, decken jedoch unterschiedliche Einsatzprofile ab. Der WLK 1500 ist ein bewährter elektrisch angetriebener Einwellen-Zerkleinerer für faserige Abfälle und Netze, der über ein Siebsystem eine konstante Flake-Größe erzeugt. Der W5.22 verfügt über einen hydraulischen Antrieb, der ein Anfahren und Reversieren unter Last ermöglicht – ideal bei schweren Seilen, Knoten und schwankender Aufgabe. Die Wahl hängt vom Materialmix, dem gewünschten Durchsatz, der Ziel-Flake-Größe und der Gleichmäßigkeit des Materialeintrags ab.