Das australische Holzbauunternehmen Paarhammer hat sich seit über 30 Jahren auf die Herstellung von Türen und Fenstern im europäischen Stil spezialisiert. Besonders stolz ist man, mal abgesehen von den besonders hochwertigen Produkten, auf den nachhaltigen Umgang mit den eigenen Produktionsabfällen. Sie werden nämlich noch vor Ort zerkleinert, brikettiert und in Wärmeenergie umgewandelt bzw. gewinnbringend verkauft. Gründer und Inhaber Tony Paarhammer meint: "Unser Restholzverwertungssystem gehört zu den wichtigen Bestandteilen unserer Werkstatt."
Seit jeher ist das Thema Nachhaltigkeit ein fester Bestandteil in der Firmenphiliosophie von Paarhammer. Dies spiegelt sich sprichwörtlich in den produzierten Fenstern wider. Sie erzielen besonders hohe Energieeffizienzwerte, sind bei Bedarf buschfeuerfest und wurden deshalb bereits mehrfach dafür ausgezeichnet. Um den ökologischen Fußabdruck auch bei der Herstellung so klein wie möglich zu halten, setzt Paarhammer auf Zerkleinerungs- und Brikettiertechnik von WEIMA aus Deutschland – kombiniert zu einem ganzheitlichen Restholz-Entsorgungskonzept für den etablierten Fenster- und Türenbauer.
Nachdem Tony und seine Frau Edith Paarhammer im Jahr 1990 nach Australien auswanderten, starteten sie ihr Unternehmen zunächst in der heimischen Garage. Statt Fenstern baute man damals aber noch Küchen und individuelle Möbelstücke aus Holz. Doch bereits nach einem Jahr änderte sich dies. Während das Ehepaar ihr neues Haus baute, stellte es zum Erstaunen fest, dass es in Australien keinen passenden Anbieter für Türen und Fenster im europäischen Stil gab. Eine neue Geschäftsidee war geboren.
Glücklicherweise hatte Tony bereits Erfahrung im Fensterbau aus früheren Jahren. Er nahm deshalb sein Glück in die eigene Hand und produzierte ab sofort Holztüren- und fenster im immer größeren Stil. Man wuchs konstant, baute Kapazitäten kontinuierlich aus und zog zum 20. Firmenjubiläum im Jahr 2010 schließlich in die heutigen Fertigungshallen. Bereits mit im Umzugswagen: der WL 4 Holz Shredder von WEIMA. Ein treuer Partner fürs Leben.
Auch bei der Energieversorgung setzt Paarhammer auf Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit. Im sonnenverwöhnten Australien macht eine Photovoltaikanlage mehr als Sinn. Die auf dem Dach der Produktionshalle installierten Kollektoren liefern rund 100 kW eigens produzierten Ökostrom. Er liefert Energie für die sparsame LED-Technik in Innern und wird für die Wasseraufbereitung genutzt. Ein nahezu autarkes System.
Zu den effektivsten Maschinen für seine ambitionierten Umweltziele zählt der Inhaber jedoch seinen langjährig bewährten WEIMA Einwellen-Zerkleinerer WL 4 (installiert in den frühen 2000er Jahren) sowie die TH 814 Brikettierpresse mit Zangentechnologie (installiert in 2012). “Mit diesem System konnten wir unsere Abfallmenge um 95 % senken”, merkt Tony Paarhammer stolz an.
Ein wichtiger Grund, wieso sich der Besitzer für WEIMA Maschinen entschieden hat, war die örtliche Nähe zum exklusiven Händler CEMAC: “Der lokale Service und Support ist uns enorm wichtig gewesen”, schildert Paarhammer. Darüber hinaus kann er sich auf über 40 Jahre WEIMA Erfahrung in der Zerkleinerung von Holzabfällen aller Arten verlassen.
Das Holzentsorgungssystem, bestehend aus Hacker und Brikettpresse, läuft seit dem ersten Tag zuverlässig in Paarhammers Produktionshallen. Sägespäne und Holzstäube werden zentral abgesaugt und in den Trichter der Brikettierpresse geleitet.
Parallel zerkleinert der WL 4 Shredder lange Holzabschnitte zu homogenen Hackschnitzeln – das ideale Ausgangsmaterial für die folgende Brikettierung. Gemeinsam mit den abgesaugten Stäuben und Spänen entstehen mithilfe der TH 814 Brikettmaschine schließlich hochverdichtete, runde 80 mm Briketts bester Qualität.
“Für unser Restholz mussten wir zuvor viel Geld für die Entsorgung auf einer Deponie zahlen. Oder uns blieb nichts anderes übrig, als es vor Ort zu verbrennen. Nun stellen wir unsere eigenen Briketts daraus her”, berichtet Tony Paarhammer. Jede Woche produziert er ca. vier Tonnen Briketts in verkaufbarer Qualität. Gleichzeitig spart er seit knapp zehn Jahren bereits die Deponiekosten von etwa 2.000 Kubikmetern Holzabfällen pro Jahr ein. “Die Mischung aus Holzstaub, Hackschnitzeln und Sägespänen ist für uns die ideale Mischung für hochfeste, kompakte Briketts”, meint Paarhammer.
Dass das Recycling von Sägespänen und Holzabschnitten nicht nur nachhaltig, sondern auch profitabel ist, beweisen Paarhammer und viele weitere Unternehmen weltweit. Während Paarhammer ca. 30 Prozent ihrer Briketts selbst verwendet, um die eigene Hydronik-Heizung damit zu beschicken, verkauft das Unternehmen den 70-prozentigen Großteil an lokale Verbraucher in der umliegenden Nachbarschaft.
In weniger als fünf Jahren hatte Tony Paarhammer seine Investitionskosten bereits amortisiert. Nun erfreut er sich jeden Monat aufs Neue über die stattlichen Nebeneinkünfte seiner eigenen ökologischen Brikettproduktion.
Doch das Recyclingduo, bestehend aus Shredder und Brikettierer von WEIMA, ist nicht nur profitabel, weil es Umsatz generiert – es spart gleichzeitig auch Geld ein. Da sind zum einen die deutlich reduzierten Heizkosten. Aber auch die Sicherheit und Sauberkeit im eigenen Betrieb werden verbessert. Die zentrale Absaugung bindet explosive Stäube und säubert die Atemluft. Herumliegendes Restholz, über das man stolpert, gehört ebenfalls der Vergangenheit an.
Tony Paarhammer ist begeistert: “Wir sparen umgerechnet etwa ein ganzes Jahresgehalt ein, was wir bisher für die Reinigung und die manuelle Abfalllogistik ausgeben mussten, um ein sauberes und gut organisiertes Arbeitsumfeld zu haben.”
Aufgrund der zahlreichen ökologischen sowie finanziellen Vorteile kann Tony Paarhammer sein Abfallmanagement-System jedem Unternehmer weiterempfehlen. Denn: “Holzabschnitte und Sägespäne sind immer noch wertvolle Ressourcen, die es entsprechend zu nutzen gilt.”
Inhalte von Daniel Pfaender
Erfahren Sie hier mehr über das australische Holzunternehmen Paarhammer in Victoria.