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      Die großen Zerkleinerer – Interview mit Martin Friz

      Unternehmen Heilbronner Stimme, 29.09.2020

      Die Geschäftsidee von WEIMA ist denkbar einfach: Großes klein machen. Damit hat sich der Maschinenbauer aus Ilsfeld zum Weltmarktführer im Bereich Zerkleinerung und Brikettiertechnik entwickelt. Geschäftsführer Martin Friz gewährt Redakteur Jürgen Paul von der Heilbronner Stimme Einblicke in die Historie, der Unternehmensentwicklung in Zeiten von Corona, sowie zur kürzlichen Acquisition des Hydraulikpressen-Spezialisten PÜHLER, der nun das WEIMA Portfolio ergänzt.

      Der allgemeine Trend zu Nachhaltigkeit und Recycling beschert dem Familienunternehmen ein kontinuierliches Wachstum. „Das hilft uns enorm“, sagt Geschäftsführer Martin Friz. Dabei betreibt WEIMA bereits seit der Gründung vor 40 Jahren Recycling, wie Friz betont. Mit den Zerkleinerungs- und Brikettiermaschinen wird Holz, Kunststoff oder Metall zerkleinert. „Man muss alles erst zerkleinern, bevor man es recyceln kann“, erläutert Friz. Entsprechend groß sind die Einsatzmöglichkeiten der WEIMA-Maschinen.

      WEIMA Geschäftsführer Martin Friz

      WEIMA Geschäftsführer Martin Friz

      Am Anfang war das Holz

       

      Begonnen haben die Ilsfelder mit Maschinen zur Holzzerkleinerung. „Wir kommen aus dem Holz“, berichtet der Geschäftsführer. Noch 1990 habe dieser Bereich 90 Prozent des Umsatzes ausgemacht. „Heute entfällt ein etwa Drittel auf Holz, ein Drittel auf Kunststoff und ein Drittel auf den Rest.“ Wobei Holz seit einiger Zeit wieder stärker gefragt ist. „Holz erlebt als nachhaltiger, natürlicher Baustoff ein tolles Comeback“, freut sich Friz. Neben seiner breiten Aufstellung profitiert WEIMA auch von seiner starken internationalen Präsenz. In den USA, Polen, Indien und China unterhält das Unternehmen Vertriebs- und Servicestandorte, dazu kommen mehr als 80 Vertretungen weltweit. „In den USA läuft es gerade unglaublich gut, auch in Asien geht es in die richtige Richtung“, berichtet Friz. In Asien sei das Etikett Weltmarktführer extrem wichtig. „Das war dort unser Türöffner“, sagt der Geschäftsführer. In Europa liefen die Geschäfte „sehr stabil“. Entsprechend optimistisch ist Friz. Die 50 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr werde WEIMA in diesem Jahr auf jeden Fall übertreffen, sagt er. Dem Trend zu Recycling kann auch das Coronavirus
      nichts anhaben. Produziert werden die Zerkleinerer und Brikettierpressen ausschließlich in Deutschland. Neben dem Stammsitz in Ilsfeld betreibt WEIMA noch ein Produktionswerk in Annaburg in Sachsen-Anhalt, wo 80 Mitarbeiter beschäftigt sind.

      Portfolioerweiterung: PÜHLER Verpackungs- und Etikettenpressen

       

      In der Region hat das Unternehmen 2018 das Unternehmen PÜHLER in Abstatt übernommen, das auf hydraulische Pressen spezialisiert ist. Ebenfalls in Abstatt hat WEIMA noch ein Fertigungswerk, wo Teile gefräst
      und gedreht werden. In Ilsfeld und Abstatt arbeiten derzeit rund 120 Mitarbeiter für WEIMA, insgesamt sind es 300. Erweiterung In Ilsfeld erweitert das Unternehmen gerade seine Produktionskapazitäten, nachdem bereits 2018 umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Nun wird vor allem mehr Platz für die Endmontage und den eigenen Schaltschrankbau geschaffen. Denn ein Ende des Wachstumskurses kann der Geschäftsführer nicht erkennen. Zumal seit einiger Zeit auch der Internet-Gigant Amazon die Maschinen aus Ilsfeld nutzt, um seine nicht mehr verwertbaren Retouren zu zerkleinern. Und das Aufkommen der Elektromobilität verleiht dem Recycling von Batterien eine ganz neue Dimension. „Die Müllmengen nehmen zu“, stellt Nachhaltigkeitsfan Friz ganz nüchtern fest. „Da gilt es, vernünftig mit den Resten umzugehen.“ Eben Großes klein zu machen, um es wieder in den Wertstoffkreislauf zurückzuführen. Das Geschäft geht den Ilsfeldern so schnell nicht aus.

      Quelle: Jürgen Paul, Heilbronner Stimme vom 29. September 2020

      Kontakt

      Pressesprecher

      Marketing

      WEIMA Maschinenbau GmbH

      Bustadt 6-10

      74360 Ilsfeld

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      Zusätzliche Informationen

      Über WEIMA

      Über 35.000 verkaufte Maschinen weltweit! Seit über vier Jahrzehnten fertigt WEIMA robuste Zerkleinerungs- und Brikettiermaschinen für die Entsorgung und Aufbereitung von Abfällen aller Art. Dazu gehören Einwellen-Zerkleinerer, Vierwellen-Zerkleinerer, Schneidmühlen und Brikettierpressen. Die beliebten blutorangefarbenen Maschinen werden erfolgreich für Anwendungen in der Holz-, Kunststoff-, Papier-, Metall und EBS-Industrie eingesetzt.

      Produziert in Deutschland. Gebaut für die Welt.

      Zerkleinerer und Brikettierpressen von WEIMA werden ausschließlich in Deutschland produziert und stammen aus Produktionsstätten in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg. Über 300 Mitarbeiter arbeiten jährlich an ca. 1.200 Kundenlösungen für den globalen Einsatz. Langjährige Vertriebs- und Servicestandorte bestehen in den USA, Polen, Indien und China. Mehr als 80 Vertretungen ergänzen die weltweite Präsenz.

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