Keinen Tropfen verschwenden – ReWork bei Milchverarbeiterin Emmi

Das Traditionsunternehmen Emmi ist mit einem Umsatz von rund 3,7 Mrd. Schweizer Franken die größte Milchverarbeiterin der Schweiz. Seit jeher ist man sich bei Emmi der damit einhergehenden Verantwortung für Mitarbeitende, Gesellschaft und Umwelt bewusst – und handelt entsprechend nachhaltig. Eine Erfolgsgeschichte ist der ReWork-Prozess am Standort Suhr. Mithilfe einer WEIMA PUEHLER G.300 ReWork Entwässerungspresse werden über- bzw. unterfüllte Milchkartons vollautomatisch geöffnet und entleert, um die wiedergewonnene Milch in den Produktionsprozess zurückzuführen. Das Ergebnis: Ein effizienter Ressourcenkreislauf.

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Weltweit wird mehr als ein Drittel aller hergestellten Lebensmittel verschwendet. Grund genug für Emmi, sich fortan als offizielle Waste Warrior Brand noch stärker gegen Food Waste zu positionieren. Als Teil dieser von Too Good To Go Schweiz initiierten Vereinigung kämpft Emmi für eine stärkere Sensibilisierung von Konsument:innen und gegen die Verschwendung. Dass Emmi mit bestem Beispiel vorangeht, beweisen die Maßnahmen in den eigenen Betrieben.

Emmi Logo Schweiz Milch

PUEHLER Preslinge aus Milchtüten bei Emmi in der Schweiz

Entleerte und verpresste Milchkartons bei Emmi

Blick von oben auf den Maschinenaustrag mit Presslingen

Maschinenaustrag der PUEHLER Maschine mit Presslingen

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ReWork löst das Ausschussdilemma

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Moderne Anlagen für die Milchverarbeitung müssen maximal effizient für einen wirtschaftlichen Betrieb ausgelegt sein. Wie bei jeder Art von Herstellung kommt es jedoch vor, dass fehlerhafte Ware produziert wird. Dies bezieht sich bei wenig verarbeiteten Basisprodukten wie Trinkmilch oder Rahm vornehmlich auf Dinge wie über- oder unterfüllte Gebinde bzw. undichte Verpackungen.

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Hier kommt der sogenannte ReWork-Prozess als Lösung ins Spiel. Im Fokus stehen die Vermeidung und Nutzung von qualitativ einwandfreiem Ausschuss. Um dies zu gewährleisten, müssen Inhalt und Verpackung maschinell, garantiert ohne Kontamination, getrennt werden. Nur so kann die zurückgewonnene Milch wieder abgefüllt und der Getränkekarton recycelt werden.

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Emmi setzt seit zwei Jahrzehnten auf PUEHLER Technik

Am größten Emmi Standort der Schweiz, in Ostermundigen, ist man bereits seit über 20 Jahren mit PUEHLER Entwässerungs- und Verdichtungstechnik vertraut. Dank der erfolgreichen Zusammenarbeit setzt Emmi auch in einem weiteren großen Standort auf WEIMA als Partner für ihre neue ReWork-Anlage samt PUEHLER Presse als Herzstück: Und zwar in Suhr, wo vor allem Trinkmilch, Rahm und Butter hergestellt werden.

Fakten auf einem Blick

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3k l
Entleerte Flüssigkeit pro Stunde
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15k
Milchkartons pro Woche
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100%
Verpackungsrecycling
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Der stellvertretende Standortleiter Hans-Peter Steuri merkt dazu an: „Wir verarbeiten pro Jahr etwa 190 Millionen Liter Milch und ca. 60 Millionen Liter Rahm. Vor dem Einsatz der PUEHLER Presse mussten wir jede volle Ausschussverpackung händisch aufschlagen. Das war alles andere als produktiv. Mit WEIMA haben wir endlich den richtigen Partner für unsere Aufgabe gefunden.“

Beschickung der WEIMA PUEHLER G.300 ReWork bei Emmi

Hebe-Kipp-Vorrichtung zum Befüllen der Milchkartons

ReWork Milch Abpumpschlauch bei Emmi

Abtransport der entleerten Milch für ReWork

Nichtrostende PUEHLER Presse bei Emmi

WEIMA PUEHLER G.300 ReWork Presse aus Edelstahl

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PUEHLER Vorteile: Hohe Durchsätze, Hygienic Design, kompakter Footprint

Welche hohen Anforderungen die neue PUEHLER ReWork-Presse erfüllt, beschreibt Steuri treffend: „Als Lebensmittelhersteller ist Hygiene das A und O. WEIMA Maschinen lassen sich bedienerfreundlich warten, verfügen über eine CIP-Reinigung und entsprechen den strengen Hygienic Design Vorgaben. Neben der hohen Durchsatzleistung braucht die Anlage von WEIMA übrigens deutlich weniger Platz als andere Anbieter – ein klarer Vorteil für uns.“

Blick in den Presskanal der PUEHLER Milchkarton Presse

Sichtkontrolle der Entleerung und Verpressung von Milchkartons

WEIMA Milchtüten Presse bei Emmi in Suhr, Schweiz

PUEHLER G.300 ReWork Entwässerungspresse von WEIMA

ReWork Container mit Milchtüten neben PUEHLER Presse

ReWork Presse mit Hebekippvorrichtung

Die Produktivität der WEIMA PUEHLER G.300 ReWork spiegelt sich auch faktisch in Zahlen wider: In einem Havariefall entleert und verpresst die Maschine über 3.000 Liter Flüssigkeit pro Stunde (bei 1 Liter Kartons). Pro Woche wird die Presse für den Durchsatz von ca. 15.000 Einheiten genutzt. In der Regel fällt der meiste Ausschuss (etwa 90 Prozent) prozessbedingt beim Stoppen bzw. Neustarten (An- und Ausfahren) des Abfüllbetriebs an. Im Normalbetrieb verarbeitet die Presse innerhalb von vier Stunden den Ausschuss der vergangenen 24 Stunden.

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Automatisierter Entwässerungsbetrieb

Bis zu 20 verschiedene Mitarbeitende bedienen im Laufe der Woche die ReWork-Anlage. Um die Abläufe weiter zu automatisieren, geschieht die Beschickung über eine kompakte Hebe-Kippvorrichtung. Sie ist, ebenso wie der gesamte Maschinenkörper und das Austragsförderband, aus Edelstahl gefertigt. Die in Kunststoffboxen gesammelten Milchtüten gelangen so in den großen Aufgabetrichter der WEIMA PUEHLER G.300 ReWork. In regelmäßigen Hubabständen werden die Milchtüten dann im Presskanal mittels Pressschieber horizontal gegen die sich für den Vorgang absenkende Pressplatte gedrückt. Hierdurch wird die Verpackung entwässert und gleichzeitig verdichtet. Der Vorteil: die Maschine ist flexibel einsetzbar. Eine Umrüstung für verschiedene Verpackungsgrößen oder -arten ist nicht notwendig.

PUEHLER ReWork Presse bei Emmi in Suhr in der Schweiz

WEIMA PUEHLER G.300 ReWork Presse mit Hydraulik und Schaltschrank (rechts)

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Die Milch fließt durch ein Rundlochsieb zunächst in die sich unter dem Presskanal befindliche Auffangwanne, ehe sie in große Edelstahltanks abgepumpt wird. Mit dem nächsten Presshub werden die entleerten Verpackungen, nun zu handlich runden Presslingen mit 300 mm Durchmesser geformt, über ein Austragsrohr abtransportiert. Die Restfeuchte der Milchtüten ist durch die Kompaktierung nur noch minimal. Der Inhalt wurde von der Verpackung sauber getrennt. Beide Stoffströme sind einwandfrei weiterverarbeitbar. Im Falle der Verpackung bedeutet das: Recycling – bei Emmi zu 100 Prozent.

Presslinge aus Milchtüten bei Emmi

Entleerte Milchtüten im Austragskanal

Abpumpschlauch von Milch unterhalb der ReWorkpresse

Auffangwanne mit Schlauch zum Abpumpen der ReWork Milch

Milchtüten Presslinge fallen in Plastikcontainer

Presslingaustrag in Recyclingcontainer

ReWork von Milchkartons bei Emmi mit PUEHLER Presse

Alles im Blick: Ein Emmi Mitarbeiter überwacht den ReWork-Prozess

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Partnerschaft auf Augenhöhe

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Sobald der Produktionsausschuss der letzten Schicht abgearbeitet ist, folgt die vollautomatische Reinigung, kurz CIP (Cleaning in Place). Hans-Peter Steuri zieht auch in puncto Wartung ein positives Fazit: „Die WEIMA PUEHLER G.300 ReWork ist sehr gut zugänglich und übersichtlich aufgebaut. Das erleichtert uns die Wartungsarbeit und Reinigung. Wir fühlen uns von WEIMA als Partner sehr gut betreut und kompetent beraten. Die Termintreue ist vorbildlich. Da können wir uns wirklich immer drauf verlassen.“

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Die ReWork-Anlage von Emmi zahlt sich in vielerlei Hinsicht aus. Sie ist nicht nur besonders wirtschaftlich und effizient, sondern vor allem auch nachhaltig im Umgang mit Ressourcen. So unterstützt die WEIMA PUEHLER G.300 ReWork die Schweizer Milchverarbeiterin aktiv bei ihren ambitionierten Umweltzielen – weg von einer linearen Wirtschaft, hin zur Kreislaufwirtschaft. Nach Angaben von Emmi konnte die Abfallmenge im Vergleich zum Jahr 2017 bereits um zehn Prozent reduziert werden.

Kontakt

WEIMA Maschinenbau GmbH

Bustadt 6-10

74360 Ilsfeld

Kontakt

Zusätzliche Informationen

Über Emmi

Emmi ist die führende Milchverarbeiterin der Schweiz. Ihre Wurzeln reichen bis 1907 zurück, als sie von 62 milchbäuerlichen Genossenschaften rund um Luzern gegründet wurde. In den letzten 20 Jahren hat sich Emmi zu einer internationalen, börsenkotierten Unternehmensgruppe (Aktienkürzel EMMN) entwickelt. Dabei folgt Emmi einer langjährigen, erfolgreichen Strategie, die auf drei Pfeilern basiert: die Stärkung des Heimmarktes Schweiz, Wachstum im Ausland und Kostenmanagement. Ein wichtiges Credo, das Emmi durch die gesamte Unternehmensgeschichte begleitet, ist ein starkes Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mensch, Tier und Umwelt.
In der Schweiz stellt Emmi ein komplettes Sortiment an Milchprodukten für eigene Marken und Eigenmarken von Kunden her, darunter Exportschlager wie Emmi Caffè Latte und Kaltbach. Hinzu kommen je nach Land lokal hergestellte Produkte – meist im Spezialitätenbereich. Neben Kuhmilch wird auch Ziegen- und Schafmilch verarbeitet.
Zur Emmi Gruppe zählen in der Schweiz 25 Produktionsbetriebe. Im Ausland ist das Unternehmen mit Tochtergesellschaften in 14 Ländern präsent; in acht davon mit Produktionsstätten. Aus der Schweiz heraus exportiert Emmi Produkte in rund 60 Länder. Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten bilden – neben dem Heimmarkt Schweiz – Westeuropa sowie der amerikanische Kontinent. Der Umsatz von CHF 3,7 Milliarden – rund 10 % davon mit Bio-Produkten – verteilt sich ungefähr hälftig auf die Schweiz und das Ausland. Von den knapp 8.700 Mitarbeitenden sind mittlerweile über zwei Drittel an den Standorten außerhalb der Schweiz beschäftigt.

Über WEIMA

Über 40.000 verkaufte Maschinen weltweit! Seit über vier Jahrzehnten fertigt WEIMA robuste Zerkleinerungs-, Brikettier und Entwässerungsmaschinen für die Entsorgung und Aufbereitung von Abfällen aller Art. Dazu gehören Einwellen-Zerkleinerer, Vierwellen-Zerkleinerer, Schneidmühlen, Entwässerungspressen und Brikettierpressen. Die beliebten blutorangefarbenen Maschinen werden erfolgreich für Anwendungen in der Holz-, Kunststoff-, Papier-, Metall und EBS-Industrie eingesetzt.

Produziert in Deutschland. Gebaut für die Welt.

Zerkleinerer, Brikettierpressen und Entwässerungspressen von WEIMA werden ausschließlich in Deutschland produziert und stammen aus Produktionsstätten in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg. Über 300 Mitarbeiter arbeiten jährlich an ca. 1.200 Kundenlösungen für den globalen Einsatz. Langjährige Vertriebs- und Servicestandorte bestehen in den USA, Polen, Indien und China. Mehr als 80 Vertretungen ergänzen die weltweite Präsenz.

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