Terrassendielen fürs Leben – aus Plastikmüll

In Nordamerika wurden Reststoffe aus Kunststoff über Jahrzehnte hinweg in großen Mengen exportiert. Dabei war und ist es meist effizienter, kostengünstiger und in jedem Fall nachhaltiger, sie im eigenen Land zu verwerten. Wie das im großen Stil funktionieren kann, beweist Fiberon Decking, ansässig in North Carolina, USA. Für die Produktion von hochwertigen Terrassendielen aus Verbundwerkstoffen verwandeln sie Post-Consumer und Post-Industrial Kunststoffabfälle zu Regranulat. Am Anfang ihrer Recyclinglinien stehen fünf große WEIMA Shredder, die den Plastikmüll auf eine homogene Flakegröße zerkleinern.

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Fiberon X WEIMA

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Das Thema Recycling nimmt in den Vereinigten Staaten weiter Fahrt auf. Längst hat man verstanden, dass Wiederverwertung mehr bedeutet, als nur Abfalleimer am Straßenrand zu platzieren. Man weiß, dass Ressourcen endlich und teuer sind und der stetig wachsende industrielle Bedarf zunehmend abhängiger von möglichst sortenreinen Abfallströmen wird.

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Unternehmen, die ihre Produkte aus Recyclingmaterial herstellen wollen, können wiederverwertbare Stoffe von kommunalen Sammelzentren beziehen – sofern ausreichend vorhanden. Eine weitere Quelle stellen industrielle Produktionsabfälle dar. Sie ergänzen bzw. ersetzen bei hohen Mengen die Reststoffe aus dem Post-Consumer Bereich. Auch Fiberon Decking setzt bei der Rohstoffbeschaffung für ihre WPC (Wood Polymer Composites) Bretter auf ein hybrides Modell.

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Potenziale des Recyclings nutzen

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass in den USA immer noch riesige Mengen an Abfällen auf Deponien landen. Es gibt immer noch zu viele Einwegverpackungen, zu viel Einweggeschirr. Und keine ausgeprägte Infrastruktur für Wiederverwertung. Oftmals fehlt es Firmen jedoch auch an Wissen, wie man eigene Produktionsabfälle besser nutzbar macht. Und so landet bestens für Recycling geeigneter Kunststoff einfach unter der Erde.
Das Umdenken muss noch mehr in den Köpfen stattfinden. Statt Plastik als linearen Rohstoff zu begreifen, den man möglichst schnell entsorgen muss, sollte man ihn innerhalb eines Kreislaufs begreifen. Ein Kreislauf, bei dem Neues entsteht. Inklusive neuer Ertrags- und Geschäftsmodelle.

Kunststoff Granulat in zwei Händen

Fiberon Regranulat aus PE-Kunststoffabfällen

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“Als Land müssen wir umdenken und das Thema Recycling noch stärker in unseren Alltag verankern. Dazu gehören nicht nur Privathaushalte, sondern vor allem auch Unternehmen und dessen Produktionen. Wir wollen den Menschen mit unseren Maschinen das passende Werkzeug für den ersten Prozessschritt liefern, nämlich die Zerkleinerung.“

– Madison Burt, CEO bei WEIMA America, Inc.

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Musterbeispiel Fiberon Decking

Im beschaulichen New London, unweit der Metropole Charlotte in North Carolina, stellt Fiberon, gegründet im Jahr 1997, seine in ganz Nordamerika beliebten Compositebretter her. Dafür verwendet das Unternehmen Kunststoffabfälle aus Polypropylen (PP) und kombiniert diese mit Holzfasern – ebenfalls aus Reststoffquellen statt Primärmaterial. Das Ergebnis ist ein robustes Produkt, das nicht nur heute gut aussieht, sondern auch noch in Jahrzehnten seine Eigenschaften behält. Eine regelmäßige Pflege, wie man es sonst von Holzterrassen kennt, entfällt durch diese innovative Technologie.

Luftaufnahme des Produktionshallen von Fiberon Decking

Fiberon Decking Produktionsstätte in North Carolina, USA

Ballenware aus Plastikmüll, dahinter eine Gabelstapler

Kunststoffabfall vor der Zerkleinerung

Über Fiberon Decking

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1997
Gegründet in New London, North Carolina
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500+
Mitarbeitende
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14+
Industry Awards
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„Fiberon macht sich das Recycling zunutze. Wir vermischen recyceltes Holz und recycelte Polymere zu einem Produkt, welches ein Leben lang hält. Unsere Herstellungsprozesse benötigen zwar große Mengen Wasser. Durch ein ausgeklügeltes Kreislaufsystem können wir aber den Großteil filtern, säubern und erneut nutzen. Es geht uns hierbei nicht nur um die Kosten, sondern vor allem darum, die Umwelt nachhaltig zu schützen.“

– Mike Huskey, VP of Operations bei Fiberon Decking

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Einblicke in das Kunststoffrecycling bei Fiberon

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WEIMA als verlässlicher Partner

Um die gewünschten Mengen an Verbundstoffen auch produzieren zu können, betreibt Fiberon in New London nicht nur eine, sondern gleich mehrere Recyclinglinien in ihren riesigen Fertigungshallen. Tagtäglich shreddern mittlerweile fünf WEIMA Einwellen-Zerkleinerer unermüdlich jegliche Arten von Kunststoffabfällen, die angeliefert werden, auf eine homogene Flakegröße. Das zerkleinerte Material dient schließlich als Grundlage für alle weiteren Prozessschritte, allen voran die Extrusion.

shredder uns extrusion produktionslinie bei fiberon decking

Fiberon Decking Verbundwerkstoff Dielen Recycling Linie mit WEIMA Shredder

Orange-roter WEIMA Shredder mit Austragsförderband

WEIMA S7.30 lift-up Shredder mit Hydraulikantrieb von Hägglunds

Kunststofffolien werden auf Förderband des WEIMA Shredders gelegt

Befüllung des Shredder Auftragsförderbands

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„Heutzutage wollen die meisten Unternehmen umweltbewusst agieren. Ich glaube aber, dass viele immer noch denken, dass die Erreichung nachhaltiger Ziele nur durch den Einsatz hoher Kosten möglich ist – und das stimmt so einfach nicht. Fiberon ist das beste Beispiel dafür, dass man große Gewinne mit Abfall erzielen kann, der sonst ungenutzt bliebe.“

– Audrey Brewer, North American Marketing Manager bei WEIMA America, Inc.

Kontakt

WEIMA Maschinenbau GmbH

Bustadt 6-10

74360 Ilsfeld

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Zusätzliche Informationen

Über WEIMA

Über 40.000 verkaufte Maschinen weltweit! Seit über vier Jahrzehnten fertigt WEIMA robuste Zerkleinerungs-, Brikettier und Entwässerungsmaschinen für die Entsorgung und Aufbereitung von Abfällen aller Art. Dazu gehören Einwellen-Zerkleinerer, Vierwellen-Zerkleinerer, Schneidmühlen, Entwässerungspressen und Brikettierpressen. Die beliebten blutorangefarbenen Maschinen werden erfolgreich für Anwendungen in der Holz-, Kunststoff-, Papier-, Metall und EBS-Industrie eingesetzt.

Produziert in Deutschland. Gebaut für die Welt.

Zerkleinerer, Brikettierpressen und Entwässerungspressen von WEIMA werden ausschließlich in Deutschland produziert und stammen aus Produktionsstätten in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg. Über 300 Mitarbeiter arbeiten jährlich an ca. 1.200 Kundenlösungen für den globalen Einsatz. Langjährige Vertriebs- und Servicestandorte bestehen in den USA, Polen, Indien und China. Mehr als 80 Vertretungen ergänzen die weltweite Präsenz.

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